AK Gewalt gegen Jungen und Männer

Arbeitskreis Jungen und Männer als Betroffene sexualisierter oder häuslicher Gewalt und Stalking in Leipzig

Berlin –  Sechs türkischstämmige Jugendliche sind angeklagt, schuld am Tod von Jonny K. zu sein. Im Prozess stehen die Väter an ihrer Seite. Ein Gespräch mit dem Psychologen Kazim Erdogan über die Rolle türkischer Väter. Und jugendliche Gewalttäter.

Nach dem Tod von Jonny K., der am 14. Oktober 2012 auf dem Alexanderplatz erschlagen wurde, hatte sich der Hauptangeklagte Onur U. in Begleitung seines Vaters in die Türkei abgesetzt. Zwei weitere der sechs türkischstämmigen Angeklagten flohen ebenfalls in die Türkei. Melih Y. kehrte nach drei Tagen zurück.

Dass er, Osman A. und Hüseyin I. sich kurze Zeit später stellten, war das Ergebnis der Gespräche ihrer Väter, die Melih Y.s Vater zustande gebracht hatte. Kazim Erdogan beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit türkischen Vätern in Berlin. Wir führten mit ihm ein Gespräch über die Rolle türkischer Väter von jugendlichen Gewalttätern, alleinerziehende türkische Väter und Sprachlosigkeit in der Erziehung.

Herr Erdogan, in Berlin leben 170.000 Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Wissen Sie, wie viele davon alleinerziehende Väter sind?

Darüber gibt es keine Statistik. Aber ich schätze mal, von den Vätern ausgehend, die meine Gruppe besuchen, dass es so 1500 sind. Tendenz von Monat zu Monat steigend. weiter lesen

Die sexuelle Revolution war ein Trittbrett für Pädosexuelle, sagt der Therapeut Jürgen Lemke im Gespräch über Kindesmissbrauch und den Fall Daniel Cohn-Bendit.

ZEIT ONLINE: Daniel Cohn-Bendit wird aktuell eingeholt von seinen Schilderungen in seinem Buch Der große Basar aus dem Jahr 1975, in dem er schwärmerisch sexuelle Begegnungen mit Kleinkindern in einem Frankfurter Kinderladen schildert, in dem er tätig war. Cohn-Bendit hat diese Zeilen immer wieder abgetan als „schlechte Literatur“, „Provokation“ oder als „Schrift ihrer Zeit“. Von was für einer Zeit ist die Rede?

Jürgen Lemke: Von einer Zeit, in der alles hinterfragt wurde, gerade auch sexuelle Tabus, und in der manche übers Ziel hinausgeschossen sind. Die negative Begleiterscheinung der sexuellen Befreiung war, dass Pädosexuelle sie als Trittbrett nutzten, um für ihre Interessen zu werben. Der Zeitgeist hat ihnen geholfen. weiter lesen

WIESBADEN. Bei der Entschädigung der Opfer des Mißbrauchsskandals gebe es von der Odenwaldschule nur Lippenbekenntnisse, kritisierte der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Hessischen Landtag Marcus Bocklet. Die Schule habe nach Angaben Bocklets immer noch nicht alle Opfer des sexuellen Missbrauchs entschädigt. «Ich schätze, dass etwa die Hälfte von ihnen noch kein Geld bekommen hat», sagte der 48-jährige in einem Interview. Die Schule sträube sich nach wie vor. «Es gibt nur Lippenbekenntnisse.»

Die Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim legte vor zwei Jahren einen Abschlussbericht über die sexuellen Übergriffe vor. Genannt wurde eine Zahl von mehr als 130 Opfern. Die Übergriffe von Lehrern auf Schüler liegen Jahrzehnte zurück und gelten als verjährt.

Bocklet hat sich der Petition einer ehemaligen Schülerin an den hessischen Landtag angenommen. Die Frau fordert stellvertretend für Missbrauchsopfer Aufklärung und Entschädigung. Bei einem Treffen vor rund zweieinhalb Monaten gab es Vereinbarungen. Beide Seiten – Schule wie Opfer – wollen die Entschädigung und die unabhängige Aufklärung der Übergriffe klären. «Das Verfahren läuft», sagte Bocklet. «Es gestaltet sich aber zäh.»

Ein Grund liege an den zahlreichen personellen Veränderungen. Seit dem Aufkommen der Missbrauchsvorwürfe vor mehr als zweieinhalb Jahren sei für 2013 die inzwischen dritte Schulleitung geplant. Im Trägerverein habe es unzählige Rücktritte gegeben. «Die Odenwaldschule ist durchgeschüttelt worden», meinte Bocklet. dpa (16.12.2012)

Quelle: http://www.news4teachers.de/2012/12/odenwaldschule-noch-immer-nicht-alle-opfer-entschadigt/

LVZ, 1. November 2012, Seite 22:

Am Samstag starten an der Pleiße die Leipziger Männerkulturtage 2012

Vom 3. bis 8. November richtet der Verein Lemann (leitet sich von Leipzig plus Mann ab) mit vielen Partnern erneut die Leipziger Männerkulturtage aus. Die Genre der Kunst werden bedient, um öffentlich ganz speziell zu vermitteln, was Männer brauchen, fühlen, sich wünschen oder gar nicht mögen. Ganzjährig hingegen sorgt sich jener Netzwerkverein für Jungen- und Männerarbeit indes um ein ausgewogenes Heranwachsen der Geschlechter. Denn aus dessen Sicht fallen die Jungs im Alltag schon etwas hinten runter.

„Aktuell spüren wir es gerade mal wieder beim beantragen von Fördermitteln“, erzählen die beiden „Lemänner“ Andreas Wolff und Carsten Okon. „Beantragen Sie mal welche für Jungenprojekte! Geht es um Mädchen, sind Behörden doch eher sensibilisiert.“ Dabei führt der Verein jenseits des leidigen Kampfes ums Geld seit Jahren schon einen um Beistand für Buben. „Viele suchen sich ihr Männervorbild aus den Medien, aber das ist letztlich für sie nichts Greifbares“, weiß Wolff. Dabei sei die Lage fatal. weiter lesen

Motto: Männer(vor)lieben

Männer lieben Frauen, sie lieben ihre Familien und ihre Kinder, viele lieben Männer. Die diesjährigen Männerkulturtage zeigen, wie Männer mit ihren unterschiedlichen »Vorlieben« umgehen.

Programm:

Sa / 03.11.2012 / 19:30 Uhr
Lesung Männer lieben
Telegraph, Dittrichring 18
Leipziger Männer lesen aus »Männerbekanntschaften« und »Männerprotokollen«
Eintritt frei

Sa / 03.11.2012 / 20:00 Uhr
Konzert Die Tollkirschen – machen’s öffentlich!
Moritzbastei, Universitätsstraße 9
Eintritt 11 Euro, ermäßigt 9 Euro

So / 04.11.2012 / 11:00 Uhr
Museumsbesuch Frauen – gesehen von Männern
Bildermuseum, Katharinenstraße 10
Führung mit Dietulf Sander
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro

So / 04.11.2012 / 15:30 Uhr
Werkstattbesuch Sonntägliche Begegnung mit Robotern
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