AK Gewalt gegen Jungen und Männer

Arbeitskreis Jungen und Männer als Betroffene sexualisierter oder häuslicher Gewalt und Stalking in Leipzig

Pressemitteilung

Halbjahresbilanz des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung

„Ziel ist ein großes gesellschaftliches Bündnis gegen sexuelle Gewalt.“

Immer mehr große gesellschaftliche Dachorganisationen unterzeichnen Vereinbarungen für einen verbesserten Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt. Erste Befragung von zwei bundesweiten Befragungen zu Schutzkonzepten in Einrichtungen ist Anfang Juni gestartet. Kampagne soll ab Herbst Eltern, Einrichtungen und breite Öffentlichkeit weiter für einen verbesserten Kinderschutz aktivieren. Fachbeirat plant öffentliche Hearings zu Schwerpunktthemen im Bereich Verjährung, Aufarbeitung und Gesundheit.

Berlin, 12.06.2012.
Anlässlich der 2. Fachbeiratssitzung beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, zogen der Unabhängige Beauftragte und die Vorsitzende des Fachbeirats, Prof. Dr. Mechthild Wolff, heute in Berlin eine positive Bilanz ihrer Arbeit. weiter lesen

dokumentiert:

Mit „un-heil“ liefert der Autor Mario Lichtenheldt ein Buch, das vorrangig Jungen und deren Eltern ansprechen, sie über das Thema Phimose und Beschneidung informieren und sie über ihre Rechte und Möglichkeiten aufklären will. Darüber hinaus möchte es natürlich auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein Thema lenken, das bislang gesellschaftlich und politisch völlig ignoriert wird. Deshalb ist es auch grundlegend für alle geeignet, die sich zu dem Thema umfassend informieren möchten.

Das Buch ist in acht verschieden lange Kapitel aufgeteilt. In den ersten fünf Kapiteln („Der Penis“, “Die Vorhaut – kein Fehler der Natur“, “Geheime Jungensache – Wissen für Jungs ab 4“, „Phimose & Co. – Heilen statt abschneiden“, „Vorhautproblem – was nun“) wird alles über männliche Genitalhygiene erklärt, dann speziell auf die Funktion der Vorhaut eingegangen und schließlich speziell das Thema Phimose (Vorhautverengung), insbesondere auch alternativen Methoden zur Behandlung einer Phimose, behandelt.

In den letzten drei Kapiteln („Jungenrechte – mein Köper gehört mir!“, „Beschneidung – kein heiliger Heileingriff“, „Götter, Dollars und Moral“) werden ausführlich rechtliche Grundlagen und gesellschaftspolitische Hintergründe zum Thema Beschneidung von Jungen aufgezeigt und über Mythen der Beschneidung aufgeklärt. weiter lesen

dokumentiert (eigene Hervorhebung):

Offener Brief

an

Frau Dr. Kristina Schröder, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frau Annette Schavan, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Herrn Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesministerium des Innern
Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerium der Justiz

München, 11. Juni 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sexualisierte Gewalt ist ein Angriff auf die Menschenwürde. Sie geschieht jeden Tag in jeder Gesellschaftsschicht. Jede und jeder kann davon betroffen sein.

Die Ergebnisse der Kampagne #ichhabnichtangezeigt, die seit dem 3. Mai 2012 läuft, legen den Schluss nahe, dass sexualisierte Gewalt in unserer Gesellschaft Normalität anstatt Ausnahme ist.

Es ist offensichtlich, dass die Gesellschaft in der Übernahme der Verantwortung versagt und sie statt dessen an die Betroffenen abgibt, indem sie die Betroffenen gesellschaftlich ausgrenzt und dazu verdammt, eine heile Welt vorzutäuschen. Dieses Klima des Schweigens ist einer zivilisierten Gesellschaft wie der unsrigen nicht würdig, und daher sehen wir dringenden Handlungsbedarf.

Wir nehmen Sie darum in die Pflicht, diesen Missstand zu beheben und sich Ihrer Verantwortung zu stellen, um künftige Straftaten zu vermeiden, Opfer kompetent zu unterstützen und zu einem aufgeklärten Wandel im gesellschaftlichen Bewusstsein beizutragen. weiter lesen

dokumentiert:

Der Verein „Aufklärung“ will vor sexuellem Missbrauch schützen – und präsentiert sich ab morgen auf der Jugendmesse.

Jedes Mal, wenn der Pfarrer das Bett des fünfjährigen Peter verlässt, mahnt er ihn: „Das muss unser Geheimnis bleiben, sonst kann dich keiner mehr leiden.“ Peter wächst in einem katholischen Waisenheim in Köln auf. Er vertraut sein Leid einer Schwester an. Sie verprügelt ihn und schickt ihn beichten – zum Pfarrer. Als Erwachsener wendet sich Peter an das Erzbistum. Er bekommt zur Antwort: „Das muss der Pfarrer mit dem lieben Gott und mit seinem Gewissen ausmachen.“ Als er sich später noch einmal beim Juristen des Bistums erkundigt, ist die Anfrage erneut vergeblich: Die Vorfälle, heißt es, seien längst verjährt.

Heute ist Peter Bringmann-Henselder 60 Jahre alt. Er sitzt in einem Büro des Vereins „Aufklärung“ in Mitte, den er mitgegründet hat und der sich von morgen an auf der Jugendmesse YOU auf dem Messegelände präsentiert. Während er seine Geschichte weiter lesen

dokumentiert (eigene Hervorhebung):

Schweiz/Kindsmisshandlung
Die Kleinsten werden am meisten gequält

Im vergangenen Jahr haben Schweizer Kinderkliniken insgesamt 1180 Fälle von Kindsmisshandlungen gezählt. Das sind 28 Prozent mehr als im Jahr 2010, wie die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie am Freitag mitteilte.

Der Anstieg ist teilweise mit der besseren Meldedisziplin der Kinderkliniken erklärbar: Von den insgesamt 27 Spitälern schickten im vergangenen Jahr 18 ihre Daten zur Auswertung an die Fachgruppe Kinderschutz der schweizerischen Kinderkliniken. Im Vorjahr hatten sich 15 Kinderkliniken beteiligt. Die Statistik wurde in dieser Form erst zum dritten Mal in Folge erstellt.

«Diverse Kliniken haben aber auch deutlich mehr Fälle zu verzeichnen gehabt als im Vorjahr», schreibt die Fachgruppe Kinderschutz. Am häufigsten wurden die Kinder wegen körperlicher Misshandlung (347 Fälle) und Vernachlässigung (335) ins Spital eingeliefert.

Die Kleinsten sind die häufigsten Opfer

Fälle von sexueller Misshandlung meldeten die Spitäler 291 Mal, psychische Misshandlungen stellten sie in 202 Fällen fest. Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom wurde fünf Mal verzeichnet.

Die Kleinsten werden auch am häufigsten misshandelt: Mit 250 Fällen waren die Kinder im ersten Lebensjahr am häufigsten von Kindsmisshandlung betroffen. 602 Kinder oder 59 Prozent waren zum Zeitpunkt der Misshandlung zwischen 0 und 6 Jahre alt.

Im Gegensatz zum Vorjahr waren 2011 die Knaben mehr betroffen als die Mädchen. 54 Prozent der gemeldeten Misshandlungen betrafen Buben.

20 Minuten Online – News
Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Die-Kleinsten-werden-am-meisten-gequaelt-26109086